Das Neue Führen

Bodo Janssen: Wieso „Das Neue Führen“ eine Frage der Haltung und nicht der Methode ist

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Wie erfolgreich New Work oder die neue Führung wirklich sind, zeigt sich erst dann, wenn ein Unternehmen in eine essentielle Krise gerät. Dann hilft den Mitarbeitern weder das transparente Gehalt noch das Gemeinschaftseigentum. Und auch die flachen Hierarchien, die flexiblen Arbeitszeiten oder demokratischen Entscheidungen helfen den Menschen wenig, wenn das Kind erst in den Brunnen gefallen ist.
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Wenn ein Unternehmen in die Krise gerät und vielleicht sogar schließen muss, hilft den Menschen eher das, was sie als Mensch dazu befähigt, trotz dieser widrigen Umstände ihren inneren Frieden zu wahren, nicht das Vertrauen in das Leben zu verlieren und sich auf die immer noch bestehenden Möglichkeiten zu fokussieren. Es wäre gut, wenn sie sich dazu befähigt fühlten, nach dem Verlust der Kontrolle nicht auch noch die Nerven zu verlieren. Dass sie gelernt hätten, eben auch besonders schwierige und nicht nur schöne, mit Tischkickern und Tennisplätzen ausstaffierte Wege dieser vermeintlich glückseligen neuen Arbeitswelt gehen zu können.

Bei der neuen Führung geht es also nicht nur um das Gestalten neuer Methoden und eines attraktiven Arbeitsumfeldes, sondern vielmehr darum, Menschen aus der Abhängigkeit eines Unternehmens heraus in die Eigenverantwortung zu führen. Und das setzt bei den Führenden ein genauso bedingungsloses wie ehrliches Interesse an der Entwicklung der im Team mitarbeitenden Menschen voraus.

Es geht also vielmehr um die vom Begründer des New Work, Fridjof Bergmann häufig zitierten Mentoren, die den Mitarbeitenden helfen, ihre „Selbstunkenntnis“ zu überwinden und sich auf die Suche nach einer Arbeit in Übereinstimmung mit den eigenen Wünschen, Hoffnungen, Träumen und Begabungen zu machen.

Das Neue Führen als innerer Kraftgeber

Die sogenannte neue Führung hat also weniger etwas mit neuen Methoden zu tun, sondern vielmehr mit einer Haltung, dem Bewusstsein, der Fähigkeit und auch Bereitschaft, Menschen dabei zu unterstützen ihrer wahren Natur entsprechend ins Handeln zu kommen. Denn wenn ich meiner tatsächlichen Natur entsprechend ins Handeln komme, spielen äußere Umstände für mein Wohlbefinden eine untergeordnete Rolle.

Der Begründer des New Work ist Philosoph und kein BWLer oder Ingenieur! Und somit liegen der Quellen des New Work und damit auch die der neuen Führung in der Philosophie. Gerade in der ethischen Philosophie geht es um die sogenannte Eudaimonie, also die Fähigkeit, ein gelingendes Leben jenseits äußerer Faktoren zu gestalten. Darin liegt der Sinn der neuen Führung: Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, so dass sie trotz aller Herausforderungen und widriger Umstände ihren inneren Frieden bewahren.

Herzlich,

Bodo Janssen

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Bodo Janssen

Bodo Janssen

Im Spannungsfeld zwischen Spiritualität und Wissenschaft begann Bodo Janssen in seinem Unternehmen einen führungs- und unternehmenskulturellen Paradigmenwechsel einzuleiten. Dieser hat zum Ziel, eine authentische Unternehmenskultur zu entwickeln, in der jeder Mitarbeiter das leben kann, was ihm als Mensch wichtig ist.
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1 Kommentar zu „Bodo Janssen: Wieso „Das Neue Führen“ eine Frage der Haltung und nicht der Methode ist“

  1. Herzlichen Dank lieber Bodo Janssen für diesen Beitrag, ich stimme voll überein, die Haltung von Führungskräften ist entscheidend und es ist unglaublich fördernd, wenn die Weiterentwicklung der Menschen auf dem Weg in ihre wahre Natur und Größe im Mittelpunkt steht! Ich kann das in meiner eigenen Führungserfahrung bestätigen.

    Als Resultat ist es meiner Meinung nach nötig, in der Führungskräfteentwicklung die eigene persönliche Entwicklung und Self-Leadership in den Vordergrund zu stellen. Denn wie soll ich andere führen, wenn ich mich selbst nicht genug kenne, mich selbst nicht führen kann?
    Ich glaube einige wundern sich, warum ich als Leadership Coach in meinen Posts und Programmen so viel Fokus darauf lege. Genau das ist der Grund – die eigene Haltung darf sich entwickeln!

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