Nett, netter, am Nettesten – warum Spitzenleistung ausbleibt und du dabei ausbrennst

60-/70-Stunden Woche, Feierabend frühestens um 20.00 Uhr, kaum Zeit für die Familie und Freunde und von einem komplett freien Wochenende kannst du nur träumen? Ständig landen Aufgaben aus dem Team bei dir?

Ein Zustand, indem viele Führungskräfte feststecken. Vermutlich hast du schon das ein oder andere Seminar besucht, mit dem Ziel bessere Strukturen im Team aufzubauen. Oder Seminare zu den Themen: Mitarbeitermotivation, Stärkenorientierung und Teambuilding.

Die gewünschte Performance und Eigenständigkeit deines Teams bleibt trotzdem aus?

Woran das liegt und worauf du achten solltest, verrate ich dir in diesem Blogartikel.

Wertschätzung wird heutzutage in Firmen meist groß geschrieben. In Seminaren wird vermittelt, man soll noch netter sein und sich noch besser um seine Mitarbeitenden kümmern. So bleiben sie bei Laune und motiviert. Korrekt, doch liefern sie so auch beste Ergebnisse? Nein! Denn beim Thema Wertschätzung gibt es einen großen Haken.

Warum der „drive“ fehlt

Zurzeit kommen häufig Führungskräfte auf mich zu, die dasselbe Problem haben. Sie versuchen alles um ihr Team voranzubringen, doch ohne Erfolg. Weiterentwicklung findet, wenn dann nur sehr schleppend statt und Fortschritte bleiben nicht konsistent erhalten.

An diesem Punkt war ich bereits selbst. Und auch ich war ratlos. Ich habe versucht mein Team immer weiter zu fördern. Bis mir klar wurde: Ich überfördere mein Team und ich überfordere mich. 

Wenn etwas im Team nicht gut läuft, Aufgaben nicht oder falsch erledigt werden und kein Mitdenken beziehungsweise Eigeninitiative stattfindet, kann die Lösung nicht sein noch mehr auf die Mitarbeitenden zuzugehen. Geschweige denn den Mitarbeitenden ihre Aufgaben abzunehmen. Und diese selbst nach offiziellem Feierabend oder am Wochenende zu erledigen. Die Konsequenz ist eine gestresste Führungskraft. Die Gefahr eines Burnouts ist hoch.

Doch nicht nur du, sondern auch dein Team leiden darunter. Wie soll Weiterentwicklung stattfinden, wenn es keine Möglichkeiten dafür gibt? Wenn Probleme nie selbst gelöst werden müssen und immer auf die Führungskraft abgewälzt werden können?

Menschen wollen sich von Grund auf weiterentwickeln. Im eigenen Leben stehen zu bleiben gibt ein ungutes Gefühl und schwächt die Motivation. Aus dieser Perspektive betrachtet, ist der Überförderer daher nicht der nette Chef, der allen immer das Beste will. Im Grunde ist er überheblich, traut seinen Mitarbeitenden wenig bis nichts zu und unterfordert das Team. Sodass in der Konsequenz jede*r maximal den zu leistenden Soll erfüllt: 9 to 5 und kein Blick über den Tellerrand hinaus.

Fordern und Fördern 

In meinen Seminaren begegne ich meist Menschen, die zu den Überförderern gehören und in ihrem Team beliebt sind. Auf der anderen Seite gibt es die Überforderer – hier bleibt das Menschliche meist gänzlich auf der Strecke.

Doch was ist nun der Unterschied zwischen Fordern und Fördern und warum bleibt meistens eines davon auf der Strecke?

Durch das Fördern gibst du deinem Team das Gefühl gesehen und gehört zu werden. Motivierend zu agieren, bringt Energie in dein Team und hält es bei Laune. Über Fehler siehst du hinweg und meist löst du Probleme selbst. Du agierst stärkenorientiert und möchtest in jedem Mitarbeitenden seine Potentiale hervorrufen. 

Klingt richtig – ist es auch. Doch es fehlt ein entscheidender Punkt: Fordern!

Indem du forderst, setzt du Grenzen. Du siehst die Potentiale deines Teams und lässt ihnen Raum zum Wachsen. Herausforderungen lässt du bei deinen Mitarbeitenden und schreitest erst in allerletzter Instanz ein. Nur so haben deine Mitarbeitenden überhaupt die Möglichkeit, ihre Potentiale zu entfalten. Du wirst staunen, welche Ergebnisse erzielt werden und wie sich dein Team in Richtung Spitzenleistung entwickeln kann.

Die Balance finden

Als Führungskraft wünscht man sich ein sich selbst organisierendes Team, nicht immer alles kontrollieren zu müssen und daraus resultierend den Fokus auf seine eigentlichen Aufgaben setzen zu können. Das Unternehmen und Team voranzubringen, sich stetig weiterentwickeln und für Neues öffnen, bleibt oft auf der Strecke.

Es gilt, die Balance zwischen Fordern und Fördern zu finden. Wie so oft beginnt auch hier die Veränderung bei dir mit der Arbeit an deiner inneren Haltung. Nur wenn du beide Pole authentisch verkörperst, werden dir die meisten folgen.

Sporne dein Team zu Performance, Wachstum und Begeisterung an, indem du Fordern und Fördern gezielt kombinierst. Das eine ohne das andere wird nicht die gewünschten Erfolge erzielen.

Lerne die Kunst des wertschätzenden Forderns. Damit auch du ohne Arbeit und mit freiem Kopf ins Wochenende starten kannst. Hole dir deine Energie zurück.

Du willst tiefer in das neue Fordern einsteigen und dein Team weniger überfördern?

Hier geht es zu den Terminen in Hamburg, Salzburg, München und Köln.

Das neue Fordern:
Hör auf, dein Team zu überfördern

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